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Wie Du mit der Angst umgehst

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Wie du mit der Angst vor einem Kampf umgehst

Du kennst das Gefühl sicherlich auch, wenn Angstgefühle sich beginnen breit zu machen und dir von einem auf den anderen Moment zehntausende Gedanken durch den Kopf schießen.

Es ist ein ungutes Gefühl, das uns nicht mehr klar denken lässt, bis es schließlich komplett die Kontrolle über uns erlangt hat. Die Auslöser können dabei nicht unterschiedlicher sein.

Ängste vor engen Räumen, vor der Dunkelheit, der Zukunft oder selbst der bloße Anblick einer Spinne, sind einige Dinge, die uns mehr oder weniger in Panik versetzen.

Wobei wir uns aber mehrheitlich nicht groß unterscheiden dürften, ist die Angst vor einer körperlichen Auseinandersetzung. Es gibt meiner Meinung nach nur sehr wenige Menschen, die nicht mal ein Magen-Grummeln bekommen, sobald es handgreiflich wird.

Selbst Berufsboxer steigen mit einer gewissen Aufregung in den Ring. Obwohl sie genau wissen, was auf sie zukommt und dieses Szenario schon zig-mal durchgemacht haben, lässt sie die Routine nicht völlig kalt.

Eine Auseinandersetzung die droht zu eskalieren und handgreiflich zu werden, lässt schnell die Knie weich werden und bringt das Gedankenkarussell auf ordentlich Drehzahl.

Nervosität stellt sich ein. Die Stimme wird zittrig, die Atmung schneller. Man beginnt zu schwitzen. Die Muskeln spannen sich an und zeitgleich erhöht sich die Herzfrequenz so stark, dass man das Gefühl hat, dass einem das Herz jeden Moment aus der Brust springt.

Was in diesen fühlbar impulsiven Phasen der Angst passiert, ist jedoch ein äußerst genialer Mechanismus, den uns die Evolution mitgegeben hat. Nämlich den Reflex Flucht oder Kampf.

Dank diesem Reflex waren bereits unsere frühen Vorfahren in der Lage, vor gefährlichen Tieren zu flüchten und in scheinbar ausweglosen Situationen noch fähig zum Kämpfen.

Unser Bewusstsein realisiert, wenn wir uns in Gefahr befinden und leitet über das Gehirn die Ausschüttung von Adrenalin ein.

Dadurch sind wir für „größere Aufgaben“ bereit. Denn das Adrenalin verhilft uns zu einer extra Portion an Power, sodass wir beispielsweise schneller rennen können oder aber auch schmerzunempfindlicher werden.

Angst lässt sich nicht vermeiden oder abschalten

Glücklicherweise können wir aber lernen, damit umzugehen. Wir kommen später noch genauer darauf zurück, wie es funktioniert, die Angst besser zu kontrollieren.

Nachdem wir also bemerkt haben, dass Angst in uns aufsteigt ist es wichtig, unsere Atmung durch gezielte Bauchatmung zu kontrollieren.

Das hilft uns, unseren Körper in Stresssituationen besser zu kontrollieren, indem er sich durch die tiefe Atmung etwas entspannen kann. Denn unter Stress und besonders in einer Gefahrensituation atmen wir völlig anders, als wenn wir relaxt sind.

Merke: Eine Kontrollierte Atmung hilft dir, dich zu entspannen.


Meditation und Yoga-Übungen können helfen, dich besser auf deine Atmung zu fokussieren, sodass du bei kleineren Stress-Situationen schneller wieder herunterfahren kannst.

Achte auf deine Gedanken!



Wenn Angst auftaucht, weil eine Situation zu eskalieren droht, ist es fatal dich mit Gedanken wie den Folgenden zu konfrontieren: was soll ich gegen den schon ausrichten? warum ich bin so ein Feigling den Kampf verliere ich… All diese negativen Gedanken, welche deine Angst begleiten sind aus meiner Sicht stark kontraproduktiv.

Registriere deine Angst. Denn es ist völlig in Ordnung Angst zu haben. Dein Gegner hat sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch. Aber fange auf keinen Fall an, mit deinen Gedanken zu hadern und an dir zu zweifeln. Das ist nicht der richtige Augenblick für Selbstzweifel.

Sobald du nämlich innerlich mit dir selbst im Kampf bist, wird dein Gegner dies womöglich spüren und verschafft sich dadurch einen mentalen Vorteil.

Bevor du also anfängst zu grübeln, solltest du bereits in Aktion gekommen sein. Wenn du zu lange gewartet hast und die Grübelei bereits in vollem Gange ist, hast du deine Chancen einen Kampf zu gewinnen drastisch minimiert.

In diesem Fall ist es besser, du nutzt den Fluchtreflex und bringst dich aus der Gefahrensituation.

Wie lerne ich, meine Angst besser zu kontrollieren ?



Diese Frage bekomme ich tatsächlich öfter gestellt. Im Prinzip gibt es nur eine Antwort darauf.

Du musst dich deiner Angst stellen. Das trifft übrigens auf so ziemlich alles im Leben zu. Denn wenn du ausschließlich in deiner Komfortzone lebst und dich von deiner Angst immer nur kontrollieren lässt, gibt es kaum Raum für Verbesserungen.

Das bedeutet nicht, dass du ab morgen eine Kneipenschlägerei anzetteln sollst oder sonst irgendeinen Blödsinn.

Vielmehr geht es mir darum, dass du dich deinen Ängsten Stück für Stück stellst. Nur so kannst du lernen, deine Ängste zu kontrollieren und dich in jedem Lebensbereich immer weiter verbessern.

Beginne zuerst mit kleinen, eher einfachen Dingen und steigere dich mit der Zeit. Dadurch lernst du dich selbst viel besser kennen und wirst zum wahren Meister deiner selbst.

Speziell mit den Ängsten einer körperlichen Auseinandersetzung auf der Straße kannst du lernen umzugehen, indem du so realistisch wie möglich trainierst.

Während des Trainings haben wir für gewöhnlich keine Situationen, in denen wir unter erhöhtem Stress-Level trainieren. Wir kennen unsere Trainingspartner und wissen genau, dass wir nach dem Training unversehrt nach Hause fahren.

Das Training sollte natürlich spaß machen, dennoch gehört für mich eine gewisse Ernsthaftigkeit und noch viel wichtiger, eine gewisse Aggressivität durch realitätsnahes Training dazu.

Sparring eignet sich hierfür hervorragend, denn es gibt dir ein Gefühl der Ernsthaftigkeit. Im Sparring geht es nicht darum, irgendeinen starren Drill einzuüben. Beim Sparring ist dein Partner aktiv in Bewegung. Die Angst selbst getroffen zu werden steigt.

Ein Trainingskampf ist letztendlich auch nur Training und kein Ernstfall, jedoch steuerst du aktiv dazu bei, dein Stress-Level zu erhöhen.

Und spätestens nachdem du den ersten, härteren Treffer abbekommen hast, steigt dein Stresspegel noch weiter an.

Steigere im Laufe der Zeit dieses Stress-Level. Nur so gewöhnst du dich Stück für Stück an die neuen Herausforderungen.

Hartes und realitätsnahes Training sind der Schlüssel sich optimal auf die Situation einer körperlichen Auseinandersetzung auf der Straße vorzubereiten.

Fazit



Zum Schluss möchte ich die einzelnen Punkte nochmals grob zusammenfassen auf die es ankommt.


  • Bewusstsein: Nimm die Signale, die dein Körper dir sendet wahr und sei dir bewusst, was in diesem Moment um dich herum passiert.


  • Atmung: Atme tief und langsam und versuche dich dabei so gut es geht zu entspannen. Dies ist grade zu Beginn leider sehr schwierig, jedoch unheimlich wichtig. Übung macht auch hier ganz klar den Meister.


  • Gedanken: Negative Gedanken sind kontraproduktiv und betäuben dich. Sie lassen dich niemals in Aktion kommen. Handle, bevor du beginnst zu grübeln und verschaffe dir dadurch einen Vorteil. Bekommst du deine Gedanken nicht in den Griff, dann lauf davon. Generell solltest du wenn immer möglich, einem Kampf aus dem Weg gehen. Ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener Kampf.


  • Das richtige Training: Weder das beste Buch, noch dieser Beitrag werden dich jemals perfekt auf die Angst vor dem ersten Kampf vorbereiten können. Genauso wie du Schwimmen nicht durch bloße Theorie erlernen kannst, wirst du auch nicht lernen, deine Angst kontrollieren zu können, indem du ihr aus dem Weg gehst. Trainiere deshalb so realistisch wie möglich und steigere dieses Level von Zeit zu Zeit. Lerne durch Sparring das Gefühl kennen getroffen zu werden und sammle ausreichend Erfahrungen, noch bevor du jemals in die Situation gerätst, dich verteidigen zu müssen.
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