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Kampfkunst vs. Kampfsport - das ist der Unterschied

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Kampfkunst vs. Kampfsport - das ist der Unterschied

Ist das nicht ein- und dasselbe, magst du dich vielleicht fragen. Um die Antwort gleich vorweg zu nehmen: Nein, ist es nicht. Es gibt tatsächlich einige Unterschiede, die dich bei genauerer Betrachtung vielleicht überraschen werden.

Tatsächlich ist es so, dass ich auf wesentlich mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten gestoßen bin. Eine wesentliche Grundgemeinsamkeit der beiden wäre wohl die Fähigkeit, sich in Gefahrensituationen verteidigen zu können.

Die Maßgeblichen Unterschiede von Kampfkunst und Kampfsport liegen in der jeweiligen Zielsetzung und vor allem der Philosophie, welche die jeweiligen Richtungen einschlagen.

Im Kampfsport ist der Mittelpunkt vermehrt auf den Wettbewerb ausgelegt, wobei der Vergleich zweier Sportler in einer sportlichen Disziplin im Vordergrund steht. Und wie es für einen sportlichen Wettkampf üblich ist, zählt einzig und alleine der Sieg über seinen Kontrahenten.

Es geht um Wettbewerb und Gewinnen, was letztlich der Befriedigung des eigenen Egos dient. Das Ziel steht bei einem Wettkampf im Vordergrund, weniger der Weg.

Natürlich hat auch die Kampfkunst gewisse sportliche Aspekte, jedoch liegt der Fokus hierbei weder auf dem Erreichen eines Ziels, noch dient dieser in irgendeiner Weise der Befriedigung des eigenen Egos.

Vielmehr geht es darum, einen Weg der Selbstdisziplin und der persönlichen Entwicklung einzuschlagen und diesen kontinuierlich zu verfolgen.


Der Weg ist das Ziel


Ein Weg, bei dem es nicht um die Befriedigung des eigenen Egos geht, sondern vielmehr darum, dieses zu kontrollieren.

Ein Weg, der einem nicht nur zu mehr Achtsamkeit verhilft, sondern auch alle philosophischen Hintergründe mit einbezieht, die fernöstliche Kampfkünste zu bieten haben.

Ein Weg, der einem lehrt, sich im Ernstfall gefährlicher Techniken zu bedienen, die somit dem eigenen, wie auch dem Wohle der Gemeinschaft dienen.


Kampfkunst - Der Ursprung aller Kampfsportarten ?


Kampfkünste entstanden - nicht selten zu Kriegszeiten - aus der Not heraus, sich sowohl vor bewaffneten als auch vor unbewaffneten Angreifern zu schützen.

Speziell zu Kriegszeiten, wo es im Kampf um Leben und Tod ging, kam man nicht umhin, sich durch unfaire Mittel gewisse Vorteile zu verschaffen, an denen sich vom Prinzip her bis heute nichts geändert hat. Diese unfairen Techniken zielen schließlich darauf ab, seinen Gegner in möglichst kurzer Zeit kampfunfähig zu machen. Dabei spielen Größe, Geschlecht oder das Alter des Angreifers eine eher untergeordnete Rolle.

Im Kampfsport sieht das anders aus. Hier spielen das Gewicht und das Alter eine tragende Rolle. Außerdem sind Techniken, die auf einen größtmöglichen Schaden ausgerichtet sind strengstens untersagt.

Treffer auf den Hals, die Augen und Genitalien beispielsweise können zu ernsthaften Verletzungen führen und sind aus sportlicher Sicht äußerst unangebracht. Es sind also klare Reglementierungen im Kampfsport vorgegeben, die schwere Verletzungen verhindern sollen. Immerhin geht es im Ring um einen sportlichen Wettkampf und nicht um Leben und Tod.

Bei einem Angriff auf der Straße sieht das hingegen völlig anders aus. Hierbei gibt es keinen Ringrichter, der einen Fighter aus dem Kampf nimmt, sobald dieser Kampfunfähig ist.

Auch auf die Fairness wird bei einem Kampf außerhalb des Rings keine Rücksicht genommen. Es zählt einzig und alleine das eigene überleben zu sichern. Dazu sind alle Mittel recht.

Angesichts des historischen Hintergrunds, den unterschiedlichen Reglementierungen im Kampfsport, sowie der Geschlechtertrennung und den Gewichtsklassen ist ganz klar davon auszugehen, dass sämtliche Kampfsportarten aus den Kampfkünsten hervorgingen.


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